Motten erfolgreich bekämpfen

Es gibt verschiedene Mittel und Wege, den Mottenbefall zu bekämpfen und die lästigen Falter loszuwerden. Von verschiedenen Hausmitteln über die biologische Mottenbekämpfung bis hin zur chemischen Keule. Am wirksamsten ist wohl eine sorgfältig zusammengestellte Mischung der verschiedenen Methoden. Erfahren sie hier, welche Methoden sie zur Mottenbekämpfung anwenden können, worauf sie bei einer Komination der verschiedenen Methoden achten müssen und wie sie den Erfolg ihrer Bemühungen messen können.

Wichtiger Hinweis: Auf die hier beschriebenen Methoden wird keine Erfolgsgarantie gegeben, wenngleich sich die Methoden seit Dekaden als nützlich erwiesen haben. Des weiteren wird keine Haftung für eventuelle, durch die Anwendung der aufgezeigten Methoden verursachten Schäden übernommen!


Vorbereitungen treffen

Bevor sie mit Präventivmaßnahmen oder der Bekämpfung der Kleidermotten beginnen, sollten sie den Befallsherd ausfindig machen. Schauen sie an den von Mottenlarven beliebten Lebensräumen nach Gespinsten, Eiern, Larven und Fraßlöchern. Wenn die den Befallsherd gefunden haben, zögern sie nicht und trennen sich von nicht mehr zu gebrauchenen Kleidungsstücken und Textilien. Am besten packen sie die zerfressenen Teile in einen dichten Plastikbeutel und bringen ihn direkt in die Mülltonne. Alle anderen Kleidungsstücke und Textilien müssen gründlich gereinigt werden. Dazu können sie eine der unten beschriebenen Methoden verwenden.

Die Umgebung der befallenen Textilien (Kleiderschrank, Truhe, Garderobe usw.) muss gründlich gersäubert werden. Saugen sie Ritze und Ecken mit dem Staubsauger aus.

Wichtig: Der Staubsaugerbeutel muss sofort nach dem Reinigungsvorgang möglichst Luftdicht verschlossen und in die Mülltonne gebracht werden!

Sie können die Umgebung auch feucht wischen, müssen dann aber unbedingt darauf achten, dass eine schnelle Trocknung möglich ist, da feucht-warme Umgebungen die Fortpflanzung der Motten begünstigt!


Bewährte Hausmittel gegen Motten

Motten sofort zerdrücken

Motten sollten sofort eliminiert werdenEs mag nicht jedermanns Sache sein und die Überschrift 'Motten sofort zerdrücken' klingt wahrlich unschön und seltsam, aber man sollte geschlüpfte und umherfliegende Motten unmittelbar und für immer beseitigen. Wer Motten aus Ekel nicht mit der bloßen Hand oder dem Daumen zerdrücken kann, sollte sich eine Serviette, einen Schreibblock oder ähnliches zur Hilfe nehmen und die Motte damit zerdücken. Bedenken sie: Eliminierte Motten können logischerweise keine Eier mehr ablegen. Sollten durch diese Methode Flecken auf Wänden entstehen, können diese mit feuchter Küchenrolle problemlos entfernt werden.

Saugen und Bürsten

Von Mottenlarven befallene Textilien gründlich ausbürstenVon Mottenlarven befallene Einrichtungsgegenstände und Möbel wie Teppiche, Sofas, Sessel usw. gründlich absaugen und mit einer harten Wurzelbürste ausbürsten. Teppiche müssen unbedingt von beiden Seiten abgesaugt werden. Das gleiche gilt natürlich für Wandteppiche und anderen Wandschmuck wie z.B. Seidenmalereien. Da die Wurzelbürste sehr harte Borsten hat, muss man unbedingt darauf achten, dass die zu bearbeitenden Textilien nicht beschädigt werden. Für gewöhnlcih erkennt man recht schnell, welches Stoff wieviel Druck verträgt. Das Ausbürsten sollte in regelmäßigen Abständen von zwei Wochen wiederholt werden.

Motteneier und Larven überleben keine extremem Temperaturen

Extreme Hitze und Kälte töten Mottenlarven und EierMotteneier und Larven sind zwar relativ resistent gegen Kälte, wenn man sie aber über eine längere Zeit Temperauren weit unter dem Gefrierpunkt aussetzt, haben sie keine Chance zu überleben. Im Klartext bedeutet das: Packen sie die Klamotten, in denen sich die Larven niedergelassen haben und in denen sie Motteneier vermuten in einen dichten Plastikbeutel. Dieser muss dan für mindestens eine Woche bei -17°C in der Tiefkühltruhe lagern.

Ebenfalls tötlich für Mottenlarven und Eier und sicherer als das Einfrieren ist extreme Hitze. Befallene Klamotten und auch Möbel sollten mit einem Dampfgerät bei 70°C bearbeitet werden. Dabei bitte darauf achten, dass werder Farben noch Formen der Textilien angegriffen oder beschädigt werden. Nähere Informationen zur Hitzebeständigkeit findet man zum Beispiel auf der jeweilige Wachanleitung (kleiner weisser Zettel mit Pflegeinformationen). Hitzebeständige Wäsche wie Handtücher, Küchentücher, Leibwäsche, Bettwäsche usw. sollte, wenn möglich, auf 90°C gewaschen oder ausgekocht werden. Alternativ können micht waschbare Textilien wie Pelze und kleine Wandteppiche auch in einem Umluftherd für etwa eine Stunde auf 60-70°C erhitzt werden.

Wichtig: Lassen sie die Textilien im Ofen nicht unbeaufsichtigt. Es besteht eventuell Brandgefahr!

Nach der Behandlung mit Hitze bzw. Kälte sollten sie die tiefgekühlten Kleidungsstücke waschen und in einem grundgereinigten, sauberen Schrank lagern.

Sonne und frische Luft

Im direkten Sonnenlicht sterben Larven und MottenMotten mögen's muffig. Im Gegenzug wirken Sonne und frische Luft wie Gift auf Eier, Larven und Motten. Wenn sie ihre Textilien und Kleidungsstücke bereits behandelt haben (z.B. mit Hitze bzw. Kälte), legen sie sie wenn möglich an einen Ort, wo die Sonne ungehindert und mit voller Kraft draufscheinen kann. Sie müssen lediglich darauf achten, die Kleidungsstücke bzw. Textilien regelmäßig zu wenden, denn auf der jeweiligen Unterseite ist es dunkel, feucht und warm - und das mögen Mottenlarven besonders gerne. Durch wiederholtes Drehen sollte auch der letzten überlebenden Larve der Garaus gemacht werden.

Motten und Mottenlarven mögen keine extremen Gerüche

Motten reagieren sehr empfindlich und gestresst auf extreme Gerüche.


Biologischen Mottenbekämpfung

Mottenbekämpfung mit Schlupfwespen

Eine der verträglichsten und wirkungsvollsten Methoden beim Kampf gegen Motten ist der Einsatz von Schlupfwespen. Schlupfwespen legen ihre Eier gezielt in die Eier der Motten und töten die Mottenlarven so, bevor sie schlüpfen können. Sie sind absolut ungefährlich und verschwinden von ganz alleine, wenn keine weiteren Motteneier mehr vorhanden sind. Hier erfahren sie mehr über Schlupfwespen.

Aromen, Öle und Extrakte

Neemöl + Rimulgan Emulgator: 10ml Neemöl + 2ml Emulgator auf 1l Wasser Lavendelsäckchen Zedernholz-Räucherstäbchen Zedernholz-Öl Zedernholz-Echtholzblöcke


Chemische Mittel


Erfolgskontrolle durch Lockstoff-Fallen

Mit Hilfe von regelmäßig erneuerten Pheromon-Lockstofffallen können sie tendenziell die Erfolge ihrer Mottenbekämpfung feststellen. Männliche Motten werden von den Lockstoffen angezuogen und bleiben in den Fallen kleben. Bei wöchentlichem Auswechseln der Fallen sollten sie nach einiger Zeit immer weniger Motten im Vergleich zur Vorwoche feststellen können. Die wohl sicherste und verträglichste Mottenbekämpfung mit Schlupfwespen sollte etwa nach ca. 12 Wochen abgeschlossen sein. Je nach Stärke des Befalls und Anzahl der Befallsherde können sie die Lockstofffallen auch alle 3-4 Tage erneuern.

Bildergallerie: Erfolgreiche Anwendung von Lockstofffallen

Lockstofffalle  Lockstofffalle